Du er her:
Mottaker: FRITZ KRASTEL
Datering:21. oktober 1876
Sted: MÜNCHEN
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Sehr verehrter Herr!
Hocherfreut über Ihren liebenswürdigen Brief, woraus mir das Interesse ersichtlich wird, womit mein Schauspiel auch Seitens der in demselben beschäftigten Künstler des k: k: Hofburgtheaters umfasst wird, erlaube ich mir ergebenst zu erwiedern, dass ich in dem betreffenden Punkte Ihrer Auffassung beitreten muss. Ich habe mir gedacht, dass es nur zu einer stürmischen Umarmung, u. s. w. gekommen ist; also nicht zum Alleräussersten, – obschon sehr nahe daran! Hjördis ist somit dem Gunnar körperlich als Jungfrau übergeben worden.
 
 
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Ich gebe gern zu, dass einzelne Stellen im Dialoge auf das Entgegengesetzte schliessen lassen, z:B: im 2. Akte in der ersten Scene zwischen Hjördis und Dagny. Aber diese Stellen beziehen sich mehr auf das, wass man heutzutage ein hysterisches Verlangen nennen würde, als auf etwas, wass wirklich passirt sei. Auch halte ich es für einen thatsächlichen weiblichen Zug wenn Hjördis dem Sigurd nicht verzeihen kann, dass er sich in jener Nacht beherrschen konnte und es nicht zum Aeussersten kommen liess. Grade wegen dieser seiner Selbstbeherrschung zweifelt sie auch, als er (im Buch S: 97) von seiner Liebe spricht, und ihr Replik S: 92 beweist nur dass es zwar sehr weit, aber nicht dass es zum Aeussersten gekommen ist.
 
 
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Dies ist alles, was ich heute in aller Eile über den betreffenden Punkt sagen kann. Uebrigens bitte ich Sie dem Herrn Gabillon sowie den übrigen in der Streitfrage betheiligten hochgeschätzten Herren mein verehrungsvolles Compliment darzubringen, und mit herzlicher Danksagung zeichne ich mich hochachtungsvoll
Ihr ganz ergebener
Henrik Ibsen.

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